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Multimodales Therapiekonzept (MMK)

 
 
Unter einem multimodalen Konzept, kurz MMK genannt, versteht man eine ärztlich begleitete Maßnahme zur Gewichtsreduktion, bestehend aus 3 Modulen, welche Ernährungs-, Bewegungs- und Verhaltenstherapie sind. Diese 3 Module müssen gleichzeitig absolviert werden und alles muss von eurem Hausarzt begleitet und mindestens 1x im Monat dokumentiert werden. Weiter unten findet ihr einen Vordruck. Da könnt ihr alle Termine eures MMK eintragen und so haben die Krankenkasse und der MDK gleich eine Übersicht über alle durchgeführten Module.
 

 
 

Ernährungsberatung

 
Die Ernährungstherapie ist ein wichtiger Baustein für jede Behandlung von Übergewicht. Sie kann sowohl in einer Einzel- als auch in einer Gruppenberatung durchgeführt werden und erfolgt normalerweise unter der Anleitung eines speziell ausgebildeten Diätassistenten.
 
Die Motivation des Betroffenen und die Mithilfe seines gesamten sozialen Umfelds können maßgeblich mit zum Erfolg eines Ernährungsprogramms beitragen. Eine Ernährungsschulung hat die Änderung des Essverhaltens zum Ziel. Nur durch eine eingehende Aufklärung über Ernährung und Nahrung ist eine deutliche Reduktion von Nahrungsfetten und somit ein tägliches Energiedefizit von 500-800 kcal zu erreichen.
 
Von extrem einseitigen Diäten raten die meisten Ernährungsspezialisten nicht zuletzt wegen der hohen medizinischen Risiken ab.
 
Falls du nicht aus dem Raum Bonn kommst, frag am besten bei deiner Krankenkasse nach, welche zugelassen sind. Diese soll abklären ob die Ernährungsberater deren Qualitätskriterien erfüllen und somit die Kostenübernahme gewährleistet ist. Eine Beratung ausschließlich bei deinem Hausarzt ist nicht ausreichend. Führe über einen langen Zeitraum ein Ernährungstagebuch, in dem du das Essen und Trinken einträgst, zu welcher Zeit wie viel und ggfs. warum und wie es Dir dabei ergangen ist. Hilfreich ist auch das elektronische Tagebuch (z.B. fddb, als app oder auf dem PC). Hier werden nicht nur gleichzeitig die kcal gezählt sondern im Detail die Fette, Kohlenhydrate, Eiweiße aufgegliedert. Ganz wichtig ist auch, das Du bei allen Angaben im Ernährungstagebuch immer auch ehrlich zu Dir selbst bist.
 

 
 

Bewegungstherapie

 
Eine gesteigerte körperliche Aktivität wirkt sich positiv auf den Energieverbrauch aus und trägt dadurch zur Gewichtsabnahme oder zum Gewichtserhalt bei. Ein zusätzlicher Energieverbrauch von zirka 2500 kcal/Woche kann das Gewicht messbar reduzieren.
 
Durch eine regelmäßige körperliche Belastung werden nicht nur mehr Kalorien verbraucht, sondern es wird auch der Abbau von Muskelsubstanz und der Aufbau von Fettanteilen vermieden.
 
Dies macht eine individuell zugeschnittene Bewegungstherapie während einer Gewichtsabnahme zu einem entscheidenden Element des
Behandlungsprogramms. Ähnlich wie bei der Ernährungstherapie empfiehlt sich auch hier die langfristige Begleitung durch einen Therapeuten/Trainer oder eine Bewegungsgruppe.
 
Die Krankenkasse kann dir weitere Angebote auf Nachfrage zusenden. Frag konkret nach Angeboten für Adipositas-Gruppen. Dein Hausarzt kann dir desweiteren eine Rehsportmaßnahme verordnen diese wird von der KK unterstützt und die Kosten teils übernommen. Du kannst/solltest auch Sport alleine bzw ohne Kurse machen. D.h. du solltest dich täglich (regelmäßig) bewegen mit Fahrrad, Walken, Schwimmen oder ähnliches und das selbst in ein Bewegungstagebuch eintragen. Du kannst dir das im Schwimmbad bestätigen lassen oder von Menschen, die mit dir gemeinsam Sport machen. Besprich alles vorher mit deinem Hausarzt und lass dir dein Tagebuch nachher abstempeln. Es muss glaubhaft sein, da evtl. auch mal nachgefragt wird.
 

 
 

Verhaltenstherapie

 
Verhaltenstherapeutische Ansätze können bei der Einhaltung der Ernährungs- und Bewegungsempfehlungen unterstützen und sind für eine langfristige Lifestyle-Änderung sehr hilfreich. Denn sie unterstützen bei der Einübung neuer Verhaltensweisen und versetzen dadurch in die Lage, diese aus eigener Überzeugung in der Praxis umzusetzen.
 
Hier soll dein Verhalten in Bezug auf Essen analysiert werden. Wenn Du nicht aus dem Raum Bonn kommst, dann suche Dir einen Therapeuten und mache dort Schnupperstunden. Auch hier hilft Dir entweder die Krankenkasse oder dein Hausarzt.
 
Solltest Du zur Zeit in einer Therapie sein, dann brauchst du darüber lediglich eine Bestätigung über den Zeitraum und die Diagnose von deinem Behandler (Therapeuten). Alles was hier von dir verlangt wird, ist eine Analyse deines Essverhaltens, nicht mehr und nicht weniger.
 

 

Ernährungstherapie

Eine Ernährungsberatung ist der Grundstein für eine erfolgreiche Abnahme. Ruft bei eurer Krankenkasse an und lasst euch eine Liste mit Ernährungsberatern schicken. Die Ernährungsberater müssen bei der Krankenkasse gelistet sein, damit ihr die Ernährungsberatung im Rahmen von Präventiionsmaßnahmen teilweise erstattet bekommt.
Damit sich der Ernährungsberater ein Bild über eure Ernährung und Essgewohnheiten machen, empfiehlt es sich ein Ernährungstagebuch zu führen. Seid wirklich ehrlich zu euch selbst und schreibt alles auf.

Bewegungstherapie

Zu jeder Ernährungsumstellung gehört natürlich auch Bewegung. Auch hier gibt es wieder die Möglichkeit bei eurer Krankenkasse anzurufen und sich eine Liste mit Sportstätten schicken zu lassen in denen Präventionssportmaßnahmen angeboten werden. Eine individuelle Bewegungstherapie fördet den Muskelaufbau und begünstigt den Fettabbau. Natürlich könnt ihr auch in Eigenregie Sport machen, Fahrrad fahren, Crosstrainer, Walken, Aqua-Fitness, Schwimmen gehen usw. Hebt möglichst alle Quittungen als Nachweis auf. Auch eine Bescheinigung über eine Mitgliedschaft im Fitness-Studio dient als Nachweis. Ein Schrittzähler den ihr täglich tragt, kann eure Alltagsbewegungen aufzeichnen. Am besten ihr dokumentiert das alles in einem Bewegungstagebuch bzw. schreibt es mit in euer Ernährungstagebuch.

Verhaltenstherapie

Die Änderung eurer Essgewohnheiten ist wichtig um das Gewicht zu verringern und dauerhaft zu halten. Solltet ihr schon in Therapie sein, reicht ein Arztbrief eures Therapeuten als Nachweis. Der sollte enthalten wie lange ihr schon in Therapie seid und welche Diagnose festgestellt wurde. Des weiteren sollte der Therapeut natürlich auch seine volle Zustimmung zu OP geben. Eine Therapie kann bei der Einübung eines neuen Essverhaltens sehr nützlich sein. In der Charité habt ihr einen Termin in der Psychosomatik. Da wird euer Essverhalten analysiert. Anschließend bekommt ihr ein Gutachten und es wird euch evtl. eine Verhaltentherapie empfohlen.